Die Konfrontation

Samstag, nach dem ich schön ausgeschlafen hatte, ging ich zu Maddy rüber. Wir beide hatten uns vorgenommen, einen Filmnachmittag mit Pizza zu verbringen. Wir bestellten uns drei mittel große Pizzen (war ein Angebot 3 zum Preis von 2), wobei eine davon unglaublich und unessbar scharf war. Also konzentrierten wir uns eher auf die zwei anderen, danach waren wir auch voll :)

Der Tag war echt klasse und meine Befürchtungen, Madeleine nicht als Freundin gewinnen zu können, waren unbegründet. Wir kamen super miteinander klar und hatten eine Menge Spaß.

 

Sonntag. Eigentlich ein echt guter Tag. Ich konnte ausschlafen, verbrachte die freie Zeit vorm Fernseher und Laptop (ja, eigentlich ist es echt schlimm, wie viel Zeit ich immer mit elektronischen Medien verbringe, besonders weil ich doch schon so viele Bücher gekauft habe).

Nachmittags brachte Maddy mir meinen Schal zurück, den ich am Vortag bei ihr vergessen hatte. Das würde noch eine echte Angewohnheit meinerseits werden, Sachen bei ihr zu vergessen! :)

 

Abends nach dem Essen überwand ich mich dann endlich, Claire mal auf das Verhalten der Mädchen mir gegenüber anzusprechen.

In letzter Zeit hatte sich unser "Verhältnis" so entwickelt, dass sie mich wohl eher als ihre persönliche Putze ansahen, die dafür da war, ihnen alles hinterher zu tragen (es half nicht immer, mich abzureagieren in dem ich ihre herumliegenden Sachen so kraftvoll und wütend in ihre Zimmer zu werfen, wenn sie nicht da waren).

Ich erzählte Claire also von diesem Eindruck und dass ich nicht sehr glücklich darüber war. Natürlich war ich hier, um auch im Haushalt mitzuhelfen und den Mädchen unter die Arme zu greifen, dazu war ich auch mehr als bereit. Allerdings möchte ich dabei respektiert werden und dazu gehört für mich auch der Gebrauch von "Bitte" und "Danke".

Denn ohne diese "magic words" waren die Aufforderungen der Mädels eher als Befehl zu werten und dann ist der Sinn ja schon verfehlt.

 

Zu meiner Überraschung rief Claire George und Ella kurz darauf in die Küche, damit ICH mit ihnen reden könnte.

Darauf war ich kein Stück vorbereitet gewesen und so war ich etwas vor den Kopf gestoßen, plötzlich mit den Mädchen konfrontiert zu sein.

Claire leitete für mich ein, dass ich nicht ganz zufrieden war, wie mich die beiden behandelten und dann war ich plötzlich an der Reihe, zu erklären, dass ich keine Sklavin war, sondern jemand, der respektiert werden wollte und wenn man mich angemessen fragte, ich auch gerne half und etwas für die Mädels tun wollte.

Allerdings waren die zwei der Meinung, dass ich es nicht wert war, dass sie mir zuhörten.

Ella drehte sich pausenlos im Kreis, Georgie schrieb ihren Freundinnen SMS und spielte mit ihrem Handy.

Auch Claire wurde schnell ärgerlich, dass die zwei mir nicht zuhörten und wies beide an, sich aufs Sofa zu setzen um mir gefälligst zu zuhören.

Ich setzte bestimmt 7 Mal an, aber ich konnte nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen.

Es enttäuschte mich zu tiefst, dass ich den Mädels so wenig wert war, dass sie sich so wenig für mich interessierten, dass sie nicht mal 5 Minuten still sitzen und mir zu hören konnten.

Nachdem ich dann das erste Mal endlich hatte ausreden können, wollte Claire von Ella und Georgie hören, was ich gesagt hatte und was ich quasi von ihnen erwartete.

Beim dritten Versuch klappte es dann und ich war mehr als fertig als ich so schnell es ging in meinem Zimmer verschwand.

 

Wenig später kam Claire zu mir hoch. Sie erklärte, dass die Mädels wohl mit der Situation überfordert gewesen wären und deshalb quasi als Schutzfunktion sich mit anderen Dingen abgelenkt hatten. Ich heulte mich noch ein bisschen aus, dass ich mir ja wirklich Mühe gab, mit beiden gut auszukommen und so etwas wie eine Freundin für sie zu sein. Mir war klar, dass sie mich wohl eher nicht als eine Freundin sehen konnten, aber wenigstens wollte ich, dass sie mich ein bisschen mochten und wussten, dass ich gerne mit ihnen spielte oder etwas mit ihnen machte, ich allerdings im Gegenzug mit Respekt behandelt werden wollte.

 

  Montagmorgen. Aus Angst vor einer Konfrontation mit Georgie, trödelte ich so lange oben in meiner Etage rum, bis sie um halb 8h das Haus verließ. Erst nachdem ich die Haustür zuschlagen höre, machte ich mich auf den Weg nach unten. Als ich dann die Küche betrat, saß Ella bereits dort und aß ihr Frühstück.

Wir wechselten ein paar Worte, es fühlte sich recht normal an.

Als wir dann um kurz vor 8 Uhr losmussten, stellte sie selbstständig ihr Geschirr rüber zur Spüle, wo bereits das von Georgie stand (das war eine meiner Bitten gewesen). Ich war echt glücklich, dass meine Bitten nicht ungehört geblieben waren. Noch überraschender war, dass Ella mich fragte, ob ich bitte ihren Sportbeutel tragen könnte. "Na klar!" - "Danke!". Nun war ich echt zufrieden mit mir und Ellas Verhalten!

 

 

 

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